http://supportromaprotest.blogsport.de Wed, 29 Jun 2016 17:31:53 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Abschiebungen von Rom*nja stoppen! / Stop deportacijama Roma! http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/29/abschiebungen-von-romnja-stoppen-stop-deportacijama-roma/ http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/29/abschiebungen-von-romnja-stoppen-stop-deportacijama-roma/#comments Wed, 29 Jun 2016 16:54:17 +0000 Administrator Allgemein http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/29/abschiebungen-von-romnja-stoppen-stop-deportacijama-roma/
Lesen, posten, teilen, ausdrucken, verteilen…Flyer für die Demonstration

(serbski ispod)

Demo So. 10.07.2016, 14:00 Uhr, Hermannplatz
Abschiebungen von Rom*nja stoppen!

Nachkommen von Völkermord-Opfern Schutz und Lebensperspektive bieten – Bleiberecht für alle Rom*nja !

Seit Mai protestieren wir Rom*nja familien in Berlin gegen die uns drohende Abschiebung, für unser Bleiberecht und ein Bleiberecht für alle Rom*nja . Am 22. Mai haben wir das Mahnmal für die im NS ermordeten Rom*ja und Sinti als politische Plattform gewählt, weil wir und unsere Kinder nach 80 Jahren noch immer mit struktureller Diskriminierung, sozialer und politischer Ausgrenzung und Abschiebungen konfrontiert sind. Niemand wird die Bilder vergessen von Rom*nja und ihren Kindern, die von deutscher Polizei in Kampfmontur gewaltsam geräumt wurden.Die Bilder dokumentieren unsere Verzweiflung und unsere Angst davor, dass der deutsche Staat uns wieder wie unsere Vorfahren gen Osten deportiert. Die geschichtlichen Kontinuitäten sind dabei unverkennbar.

In den Ländern Ex-Jugoslawiens haben wir Rom*nja keine Rechte.Nach der Zerschlagung Jugoslawiens mit Unterstützung Deutschlands sind an seine Stelle ethnisch konstruierte Staaten getreten, in denen für uns Rom*ja kein Platz ist.

Dem Großteil der Rom*nja in diesen Ländern bleibt seitdem nicht nur der Zugang zum Arbeitsmarkt verwehrt, sondern auch jede Teilhabe am öffentlichen Leben. Die Annahme, dass Rom*nja dort irgendeine Entwicklungshilfe zu Gute käme,schlägt fehl. Durch Korruption kommt bei ihnen nichts an, im Gegenteil: Durch den aktuellen politischen Rechtsruck in diesen Ländern wird die Diskriminierung von Rom*nja verstärkt, ihre Ausgrenzung durch rassistisch-nationalistische Ideologien massenwirksam legitimiert. Soziale Teilhabe ist für Rom*nja kaum möglich in Ländern, in denen mittlerweile ganz selbstverständlich zu Gewalt gegen die Minderheit aufgerufen wird.
Albanien, Bosnien und Herzegowina,Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien sind für uns Rom*nja alles andere als sichere Herkunftsländer!

Wie stellt sich die Situation der Rom*nja hier dar?
Ein Schutz wird uns aufgrund der Regelung der „sicheren Herkunftsländer“ pauschal verwehrt, unsere Fluchtgründe werden ignoriert. Dadurch werden wir in die Illegalität gezwungen. Das bedeutet auch hier gibt es keinen Zugang zu Wohnraum, keinen Zugang zum Arbeitsmarkt und in das Bildungssystem, keinerlei Sozialleistungen und ein Leben in ständiger Angst vor Abschiebung. Hinzu kommen rassistische Anfeindungen, Übergriffe und Diskriminierungen. Rassismus gegen Rom*nja erfährt eine gesellschaftliche Legitimation, nicht zuletzt durch die von der Bundesregierung und Bundesrat im November 2014 und Oktober 2015 beschlossenen gesetzlichen Regelungen der „sicheren Herkunftsländer“.

Daher fordern wir die Bundesregierung dazu auf, die Einstufung von Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien als „sichere Herkunftsländer“ auf Basis von §29a (3) Asylgesetz zurückzunehmen!

Wir fordern ein bedingungsloses Einreise- und uneingeschränktes Bleiberecht für Rom*nja , welches rein aus historischer Verantwortung eigentlich schon längst selbstverständlich sein sollte. §23 Aufenthaltsgesetz räumt dem Bundesinnenministerium des Innern und obersten Landesbehörden das Recht ein, Rom*nja als einer bestimmten Gruppe ein solches Aufenthaltsrecht zu gewähren. Im Rahmen einer Gleichbehandlung mit den Jud*innen aus Osteuropa muss auch Rom*nja ein solches Aufenthaltsrecht gewährt werden.


Abschiebestopp, jetzt und für immer!

Weitere Informationen: supportromaprotest.blogsport.de
Kontakt unter :Email supportromaprotest@riseup.net
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serbski

Demonstracija, 10.07.2016., 14 sati, Hermannplatz (Berlin)

Stop deportacijama Roma!

Potomci žrtve genocida traže zaštitu i perspektivu – pravo na ostanak za sve Rome!

Mi romske porodice od maja protestujemo u Berlinu protiv preteće deportacije, za pravo ostanka i za ostanak svih Roma. 22. maja smo izabrali spomenik romskih žrtava nacizma kao političku platformu. Našoj deci i osamdeset godina kasnije prete diskriminiacija, socijalno i političko isključenje i deportacija. Niko neće zaboraviti slike kada su nemački policajci nasilno uklonili Rom*kinje, pa čak i decu, sa područja spomenika. Slike svedoče o našem očaju, i našem strahu, da će nas nemačka država još jednom voditi na istok. Kontinuitet je jasan.

U zemljama bivše Jugoslavije Rom*kinje nemaju prava. Posle nasilnog raspada Jugoslavije, te kroz uloge Nemačke, su nastale veštačko podeljenje zemlje.

Najveći deo Roma u tim zemljama nemaju pristup poslu niti ikakvom javnom životu. Pretkostavka da primaju ikakvu humanitarnu pomoć je lažna. Zbog korupcije ne dobiju ništa. Naprotiv: U okviru propagande nacionalističke ideologije desničari forsiraju diskriminiciju i isključenje Roma. Participacija skoro nije omogućena a naslje svakodnevno.

Albanija, Bosna i Hercegovina, Kosovo, Makedonija, Crna Gora i Srbija nisu sigurne države porekla! Uklonite zato

Kakva je situacija Roma ovde?
Kroz regulaciju tkz. sigurnih država nema zaštite. Prisiljeni su da žive nezakonito. To znači da nemaju pristup stanovanju, poslu ili obrazovanju. Žive bze socijalne pomoći i u stalnom strahu od policije. Na vrhu su rasistički napadi i diskriminacija. Legitimacija rasizma se izvodi kroz odluke o tkz. sigurnim državama porekla Bundesrata – saveznog saveta Nemačke od novembra 2014. i oktobra 2015.

Zbog toga zahtevamo od vlade da povuče odluku po §29a (3) Asylgesetz o „sigurnim“ državama porekla – Albanije, Bosne i Hercegovine, Kosova, Makedonije, Crne Gore i Srbije.

Od ministarvsta unutrašnjih poslova tražimo pravo na ostanak i kretanja, kao i ravnopravnost sa drugim žrtvama nacizma po zakonu §23 Aufenthaltsgesetz. I Romima pripada zaštita kao na primer Jevrejima iz istočne Evrope po zakonu ravnopravnosti.


Romima pripada pravo ostanka. Kraj deportacijama!

više informacija: supportromaprotest.blogsport.de
kontakt s :Email supportromaprotest@riseup.net

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Besetzung der St. Simeon Kirche Berlin http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/20/besetzung-der-st-simeon-kirche-berlin/ http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/20/besetzung-der-st-simeon-kirche-berlin/#comments Mon, 20 Jun 2016 11:01:00 +0000 Administrator Allgemein http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/20/besetzung-der-st-simeon-kirche-berlin/ Besetzung der St. Simeon Kirche in Berlin

Gestern abend haben wir die „Flüchtlingskirche“ in der Wassertorstraße 21a in Berlin besetzt. Wir sehen keine andere Möglichkeit mehr für uns und unsere Kinder.

Nach Verhandlungen mit Kirchenvertretern haben wir vereinbart, die Nacht in einer Notunterkunft zu verbringen.

Heute morgen haben wir vor dem Flüchtlingssymposium am Gendarmenmakrt protestiert.

Momentan protestieren wir mit einer Kundgebung vor dem Deutschen Historischen Museum für ein Bleiberecht für Roma.

Wo wir diese und die nächsten Nächte schlafen können, ist noch immer unklar.

Kommt und solidarisiert euch. Alle Roma bleiben hier!

Spendenkampagne zur Unterstützung des Protestes:

https://www.betterplace.org/de/projects/45040-alle-bleiben-roma-kampfen-gegen-abschiebung-deutschlandweit/news/138753

#allebleiben #romableiben

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http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/20/besetzung-der-st-simeon-kirche-berlin/feed/
12.06.2016 80.Jahrestages der Verschleppung der Berliner Sinti und Roma in das NS-Zwangslager Marzahn. http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/13/12-06-2016-80-jahrestages-der-verschleppung-der-berliner-sinti-und-roma-in-das-ns-zwangslager-marzahn/ http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/13/12-06-2016-80-jahrestages-der-verschleppung-der-berliner-sinti-und-roma-in-das-ns-zwangslager-marzahn/#comments Mon, 13 Jun 2016 21:46:14 +0000 Administrator Allgemein http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/13/12-06-2016-80-jahrestages-der-verschleppung-der-berliner-sinti-und-roma-in-das-ns-zwangslager-marzahn/ Seit 22. Mai protestieren wir Romafamilien in Berlin gegen die uns drohende Abschiebungen, für unser Bleiberecht und ein Bleiberecht für alle Roma Wir sind heute hier, um unseren Vorfahren, die Opfer des Nationalsozialismus wurden, zu gedenken. Aber wir sind auch hier, weil wir und unsere Kinder uns nach 80 Jahren noch immer mit struktureller Diskriminierung, sozialer und politischer Ausgrenzung und Abschiebungen konfrontiert sehen.

12.06. Marzahn 1

Es wird höchste Zeit, dass sich die Lage von Roma verbessert. Doch im Gegenteil, wird die Diskriminierung von Roma nicht einmal anerkannt.Die sogenannten Balkanländer in denen uns ein menschenwürdiges Leben verwehrt wird, wurdenvon Deutschland ab 2014 sukzessive pauschal als sicher eingestuft. Die Konsequenz für uns ist die uns jetzt bevorstehende Abschiebung, die für einige von uns nichts weniger bedeutet, als dass wir auf kurz oder lang in den Tot geschickt werden. Wir werden nicht länger darauf warten, dass Deutschland die Kontinuität der Diskriminierung von Roma anerkennt,welche zu Zeiten des NS im Völkermord an unseren Vorfahren gipfelte. Wir werden nicht länger darauf warten, bis Deutschland verantwortungsvoll reagiert und uns Schutz vor weiterer Gewalt und Verfolgung gewährt.
Wir fordern ein uneingeschränktes Bleiberecht für uns, denn wir können nicht zurück.
Wir fordern das Zuwanderungsrecht, das uns gebührt, so wie es auch den Juden und Jüdinnen gewährt wurde als sie vor Verfolgung in der UdSSR flüchten mussten. Solidaritätsbekundungen bei Gedenkveranstaltungen sind nicht genug, Solidarität muss auch umgesetzt werden.
Wir fordern, die Rücknahme der Einstufung von Albanien, Bosnien und Herzegowina, Kosovo, Mazedonien, Montenegro und Serbien als „sicher“.Diese Länder sind für Roma nicht sicher und werden dies in naher Zukunft auch nicht sein. Die aktuelle Verschärfung der Gefahr für Roma in Anbetracht des politischen Rechtsruck und des erstarkenden Nationalismus in all diesen Ländern, lässt sich durch das migrationspolitische Instrument der „sicheren herkunftsstaaten“ nicht schönreden.

12.06. Marzahn 2

12.06. Marzahn 3

12.06. Marzahn 4

Video
Am gestrigen Sonntag, zur Gedenkveranstaltung anlässlich des 80.Jahrestages der Verschleppung der Berliner Sinti und Roma in das NS-Zwangslager Marzahn, fanden Petra Rosenberg und Hans Coppi klare Worte für ein Bleiberecht für Roma in Deutschland und solidarisierten sich mit den Romafamilien und -Organisationen, die vor wenigen Wochen kurzzeitig das Denkmal für die ermordeten Sinti und Roma Europas besetzt hatten. Eine große Gruppe abschiebebedrohter Roma nahmen an der Gedenkveranstaltung teil und ergriffen auf Einladung Petra Rosenberg auch das Wort. Ihre Transparente waren auch kurz in der Berliner Abendschau zu sehen.
12.06. Marzahn Video

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http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/13/12-06-2016-80-jahrestages-der-verschleppung-der-berliner-sinti-und-roma-in-das-ns-zwangslager-marzahn/feed/
04.06.2016 Dauerkundgebung beendet http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/05/04-06-2016-dauerkundgebung-beendet/ http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/05/04-06-2016-dauerkundgebung-beendet/#comments Sun, 05 Jun 2016 15:14:57 +0000 Administrator Allgemein http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/05/04-06-2016-dauerkundgebung-beendet/ Die Dauerkundgebung gegenüber dem „Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma“ wurde heute gegen 22 Uhr beendet.

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http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/05/04-06-2016-dauerkundgebung-beendet/feed/
Solidatitäts-Aktion in Kiel http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/01/solidatitaets-aktion-in-kiel/ http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/01/solidatitaets-aktion-in-kiel/#comments Wed, 01 Jun 2016 09:47:19 +0000 Administrator Allgemein http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/01/solidatitaets-aktion-in-kiel/ (gefunden auf Indymedia Linksunten)

+++ 100 Menschen auf Spontandemonstration in Kiel +++ Symbolische Besetzung der SPD-Landesgeschäftsstelle +++ Solidarität mit den von Abschiebung bedrohten Rom*nja +++ Gegen die Einführung der Maghreb-Staaten als „sichere Herkunftsländer“ +++

Am Dienstag, den 31.05.2016, haben etwa 100 Menschen in Kiel durch die symbolische Besetzung der SPD-Landesgeschäftsstelle und mit einer Demonstration ihre Solidarität mit den akut von Abschiebung bedrohten Rom*nja gezeigt. Gleichzeitig wurde ein klares Zeichen gegen die Einstufung der Maghreb-Staaten (Marokko, Tunesien, Algerien) als weitere „sichere Herkunftsländer“ gesetzt. Zur Demonstration war kurzfristig vom nara [ki] – netzwerk antirassistische aktion kiel mobilisiert worden. Die Demo startete am Nachmittag am Asmus-Bremer-Platz und steuerte auf direktem Weg auf die Landesgeschäftsstelle der SPD nahe des Euopaplatzes zu. Aktivist*innen entrollten auf dem sich derzeit dort befindlichen Baugerüst ein Banner mit dem Text: „Es gibt keine sicheren Herkunftsstaaten! #Rom*nja #allebleiben #maghreb“. Nachdem ein Redebeitrag verlesen und Parolen gerufen wurden, verlief nach etwa zwanzig Minuten die Demo zum Kieler Hauptbahnhof, wo sie endete. Die Polizei war zwar mit mehreren Einsatzwägen vor Ort, hielt sich aber zurück.

Seit der Einführung der Balkanstaaten als sogenannte „sichere Herkunftsstaaten“ wird für Menschen aus diesen Ländern nicht nur die Einzelfallprüfung im Asylverfahren außer Kraft gesetzt, sondern es wird ihnen jegliche Bleibeperspektive genommen. Ela Hazem als Sprecherin des Netzwerks erläuterte: „Insbesondere die Gruppe der Rom*nja ist davon betroffen. Sie werden in jenen Ländern häufig verfolgt, systematisch diskriminiert oder gar ermordet. Für sie gibt es kein sicheres Herkunftsland!“ Viele Rom*nja sind nun akut von Abschiebung bedroht.

Um auf ihre Lage hinzuweisen, demonstrierten ca. 70 Rom*nja aus Schleswig-Holstein letzte Woche Sonntag am Mahnmal für die ermordeten Sinti und Rom*nja im Nationalsozialismus in Berlin. „Die protestierenden Familien wurden mitten in der Nacht durch behelmte Polizei von dem Ort, der an die Verbrechen an ihren Vorfahren erinnert, gewaltvoll geräumt. Mit unserer Demonstration zeigen wir Solidarität mit den kämpfenden Rom*nja und fordern ein sofortiges Bleiberecht!“, so die Sprecherin weiter.

Am vergangenen Freitag hatte der Bundestag einen Gesetzesentwurf zu Einführung Marokkos, Tunesiens und Algeriens als weitere „sichere Herkunftsstaaten“ beschlossen. Auch die SPD stimmte mit dem Koalitionspartner Union dafür. Es handelt sich bei den Maghreb-Staaten um Länder, in denen gefoltert wird, demokratische Grundrechte missachtet und Menschenrechte verletzt werden. Auch „Pro Asyl“ hält diesen Gesetzesentwurf für verfassungswidrig.1 Der entsprechende Gesetzesvorschlag könnte am 17. Juni im Bundesrat noch zu Fall gebracht werden. Mit der symbolischen Besetzung der SPD-Landesgeschäftsstelle am Kleinen Kuhberg möchte das nara-Netzwerk – zusätzlich zu der Solidaritätsbekundung mit den Rom*nja – alle Politiker*innen dazu auffordern, im Bundesrat gegen diesen Vorschlag zu stimmen.

Nara [ki] – netzwerk antirassistische aktion Kiel

31.05.2016

Hintergrundinformationen zur Mahnmal-Besetzung in Berlin durch die Roma:

http://www.alle-bleiben.info/berlininformationsveranstaltung-der-protestierenden-roma/

1http://www.frsh.de/artikel/folterstaaten-sind-keine-sicheren-herkunftslaender/

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http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/06/01/solidatitaets-aktion-in-kiel/feed/
Erklärung der Roma-Aktivist*innen zur Besetzung des Mahnmals für die während des Nationalsozialismus ermordeten Roma und Sinti http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/05/30/erklaerung-der-roma-aktivistinnen-zur-besetzung-des-mahnmals-fuer-die-waehrend-des-nationalsozialismus-ermordeten-roma-und-sinti/ http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/05/30/erklaerung-der-roma-aktivistinnen-zur-besetzung-des-mahnmals-fuer-die-waehrend-des-nationalsozialismus-ermordeten-roma-und-sinti/#comments Mon, 30 May 2016 06:29:16 +0000 Administrator Allgemein http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/05/30/erklaerung-der-roma-aktivistinnen-zur-besetzung-des-mahnmals-fuer-die-waehrend-des-nationalsozialismus-ermordeten-roma-und-sinti/ Einigen von uns droht die Abschiebung. Andere sollten abgeschoben werden. Mit den Gesetzesänderungen der letzten Monate ist die Situation für uns sehr schlecht geworden.

Denjenigen, die in dieser Zeit neu nach Deutschland kommen, um hier Schutz zu suchen gelingt es oft gar nicht mehr, überhaupt hier anzukommen: kaserniert in Sonderlagern für u.a. Balkanflüchtlinge müssen sie eine Bearbeitung der Schutzgesuche abwarten, nahezu hundert Prozent davon Ablehnungen. Eine Bleibeperspektive wird von vornherein ausgeschlossen und gesetzlich verhindert. Ob organisierte Sammelabschiebungen oder die unmissverständlichen Aufforderung zur »freiwilligen Rückkehr« – abgespalten von den Flüchtlingen, deren Fluchtgründe als legitim gelten wird uns eine nur »geringe Bleibeperspektive« zugeordnet, dementsprechend werden uns Wege zu einem gleichberechtigten Leben hier versperrt. Ob wir seit drei Monaten hier leben, seit 2 oder 20 Jahren – wenn wir in die Staaten gehen deren Adler unsere Papiere ziert, dann erwarten uns Verfolgung, Rassismus, Ausschluss – und keine Spende aus Westeuropa kann unsere Probleme dort lösen. Die Lösung unserer Probleme liegt hier.

Wir können nicht mehr in unseren Verstecken bleiben.
Wir können nur unterwegs sein – oder etwas besetzen.

Wir haben uns entschieden uns auf den Weg zu machen. Wir verließen die Kommunen, die unsere Schutzgesuche ablehnen. Wir kommen hierher, nach Berlin, wo die Gesetze beschlossen werden die unsere Leben hier beenden. Nach Berlin, wo zuletzt im April diesen Jahres eine Veranstaltung am Mahnmal für die ermordeten Roma und Sinti Europas stattfand, in der die Mehrheitsgesellschaft sich mit uns solidarisch erklären wollte: der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Mark Dainow. Aktivistinnen, die noch während der Veranstaltung mit ihren Zwischenrufen gegen Abschiebungen protestieren. Die Staatsministerin Aydan Özoguz, Beauftragte für Migration, Flüchtlinge und Integration vertrat die deutsche Regierung. Zoni Weisz, der aus den Niederlanden stammende Sinto. Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas. Bundespräsident Joachim Gauck. Wana Limar, MTV-Moderatorin, und Arne Friedrich, ehemaliger Fußballnationalspieler. Die Bundestagsvizepräsidentinnen Petra Pau und Claudia Roth sowie Christine Lüders, Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

Das war vor etwas über einem Monat! Die Erinnerungen an die Absperrungen für die Prominenten sind noch frisch. Und auch an manche schönen Sätze, die dort gesagt wurden.

Unsere Probleme lassen sich nicht an einem Feiertag lösen, vollkommen egal, wie lange dieser vorbereitet wurde. Jetzt sind wir wieder in der Nähe, in der gleichen Stadt.

Viele der aktuell von Abschiebung bedrohten Roma haben in ihren Familien Verfolgungsgeschichten. Viele sind Nachkommen von Opfern oder Überlebenden der Vernichtung. Dieser Tatsache muss endlich entsprochen werden.

Uns bleibt nichts, als hier für unsere Rechte zu kämpfen.

16:30 Uhr Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas
Simsonweg – 10557 Berlin

Mit folgenden Forderungen:

Wir brauchen eure Solidarität.

Wir fordern bedingungsloses Bleiberecht in Deutschland. Für uns alle. Zehn Jahre Aufenthalt und Chancen auf Schulbildung, Ausbildungsplätze, Arbeitsmarktintegration – auch wenn das irritierend normal klingt: das wäre mal ein Anfang.

Wir haben kein Dach überm Kopf. Wir wissen nicht, wohin. Wir bitten Städte wie AktivistInnen: um Asyl. Für die nächsten Wochen oder für immer. Wir würden uns gerne willkommen fühlen.

Wir fordern die Anerkennung unserer Fluchtgründe nach der Genfer Konvention. Wir fordern europäisches Recht weil unsere Verfolgung in ihrer Tradition ein europäisches Problem ist. Diesen Fakt abzuschieben ist nicht möglich.

Die historische Verantwortung in Deutschland umzusetzen hieße, Angehörigen der Minderheit der Roma, die hier wie dort über Generationen verfolgt werden eine Anerkennung zukommen zu lassen und wenigstens Schutz vor erneuterten Verfolgungen zu gewähren.

Die Entscheidung zur Sicherheit in Serbien, Mazedonien, Bosnien Herzegowina, Kosovo, Albanien und Montenegro ist eine Farce. Sie sollte ein Werkzeug sein um Menschen die Wege zum Aufbau von Perspektiven in Deutschland zu versperren. Das hat nichts mit der Lage in den Ländern zu tun, speziell der der Roma. Die Entscheidungen müssen zurückgenommen werden. (Wer A sagt muss nicht Z sagen. Er kann auch erkennen, das A falsch war.)

Alle bleiben!

Quelle

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http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/05/30/erklaerung-der-roma-aktivistinnen-zur-besetzung-des-mahnmals-fuer-die-waehrend-des-nationalsozialismus-ermordeten-roma-und-sinti/feed/
03.06.16: Demo und Dauerkundgebung – Alle Roma bleiben! http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/05/29/erster-eintrag/ http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/05/29/erster-eintrag/#comments Sun, 29 May 2016 21:47:16 +0000 Administrator Allgemein http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/05/29/erster-eintrag/ Bleiberecht für alle Roma.
Solidarität mit den vom „Denkmal für die im Nationalsozialismus
ermordeten Sinti und Roma“ geräumten Roma.
Demonstration zum und Dauerkundgebung bis Sonntag 5.6. vor dem Denkmal.
03.06.2016 um 17:00 Uhr am Alexanderplatz, Weltzeituhr

Weil Deutschland uns abschieben will und wir keine andere Wahl haben,
haben wir das „Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti
und Roma“ am 22.05.2016 besetzt – den Ort, an dem an unsere deportierten
und ermordeten Großeltern erinnert werden soll. Die Politik sollte sich
schämen. Bereits kurz nach Mitternacht wurde unser Protest gewaltvoll
geräumt, unsere Kinder wurden an diesem Ort geschlagen und bedroht. Das
haben wir und unsere Kinder nicht verdient. Wir befürchten, dass auch
unsere Enkelkinder Gewalt, Ausgrenzung und Rassismus erleben werden.

Das werden wir nicht zulassen!

Deswegen werden wir am Freitag, den 03.06.2016 an diesen Ort
zurückkehren. Es ist der richtige Weg, um auf unsere Situation
aufmerksam zu machen. Es ist der richtige Ort! Wir haben den Platz
ausgesucht aus Respekt und als Würdigung unserer im Nationalsozialismus
ermordeten Vorfahren.

Wann wird Deutschland uns Roma endlich mal als Menschen
respektieren?

Wir Roma haben kein Land und kein Land schuldet uns etwas. Doch wir
haben ein Recht auf ein würdevolles Leben. Das schuldet uns Deutschland!
Wir fordern unser Recht in Deutschland ein!

Wir verlangen eine Revision der Asylrechtsverschärfung, bedingungsloses
Bleiberecht in Deutschland und gesellschaftliche Teilhabe. Das
historische Versprechen, Roma zu integrieren, muss mehr als 70
Jahre nach der Ermordung einer halben Million Angehöriger unserer
Minderheit – fast einundneunzig Prozent – endlich Realität werden.

Wir werden vom Gesetz und der Politik im Stich gelassen. Alle
Roma aus dem Balkan müssen Deutschland verlassen, weil diese Länder als
vermeintlich sichere Herkunftsländer bestimmt wurden. Doch für uns sind
die Balkanländer nicht sicher. Dort ist unser Leben bedroht, wir werden
systematisch isoliert, ausgegrenzt, verfolgt und sind staatlicher
Willkür ausgesetzt. Für uns gibt es in diesen Ländern kein Leben,
Abschiebung ist keine Option.

Wir erheben uns für alle Roma. Wir werden und können nicht
aufgeben! Wir kämpfen weiter und fordern alle Roma sowie die
Bürgerinnen und Bürger Deutschlands dazu auf, uns in unserem Kampf um
Bleiberecht und einer Lebensperspektive für Roma zu unterstützen.

Die Solidaritätsbekundungen der Politiker und Politikerinnen und auch
die Versprechen derer, die für die Räumung verantwortlich sind, sollen
nicht länger leere Worte bleiben. Wir werden gegenüber vom Eingang des
Denkmals bleiben, bis wir unsere Rechte, die uns in den 50er Jahren
zugesprochen wurden, bekommen.

Romano Jekipe Ano Hamburg

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http://supportromaprotest.blogsport.de/2016/05/29/erster-eintrag/feed/